Wieviel Sprache braucht der Mensch? Podiumsdiskussion zur Mehrsprachigkeit am 12.11.2015

Durch die zunehmende Mobilität über Staatsgrenzen hinweg wachsen auch hierzulande immer mehr Kinder mit zwei oder sogar mehr Sprachen auf. Und das nicht erst seit Beginn der Flüchtlingskrise, die jedoch die Problematik des richtigen Umgangs mit Mehrsprachigkeit weiter in den Vordergrund gerückt hat. Die meisten sehen im Erlernen mehrerer Sprachen im Kindesalter eine Chance, einige jedoch auch Risiken in Form einer psychischen Überlastung oder negativer Folgen für das Erlernen der deutschen Sprache und den schulischen Erfolg. Noch vor einem knappen Jahr hatte die CSU sogar angeregt, MigrantInnen sollten auch zu Hause Deutsch sprechen, um die Integration ihrer Kinder nicht zu gefährden.

Um dieser komplexen und umstrittenen Thematik an den Grund zu gehen, veranstaltet das CCI am 12.11.2015, 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek am Münsterplatz eine Podiumsdiskussion mit dem bewusst provokativen Titel “Wieviel Sprache braucht der Mensch?”.

An der Diskussion, die von dem Rundfunkjournalisten Eggert Blum moderiert wird, werden folgende Gäste teilnehmen:

Prof. Dr. Janet Grijzenhout, Sprachwissenschaftlerin des Zentrums für Mehrsprachigkeit der Universität Konstanz
Boniface Nkombong, Doktorand an der Universität Freiburg, der aus einem traditionell mehrsprachigen Kulturkreis (Kamerun) stammt und selbst mehrsprachig aufgewachsen ist
Eva von Rekowski, Leiterin der Volkshochschule Freiburg und somit zuständig für das „Rucksackprojekt“, ein Sprachbildungsprogramm für Migrantenkinder und -eltern in Freiburger  Kindertageseinrichtungen
Anna Turturici, Lehrerin an der Freiburger Karlschule, einer der Freiburger Bildungsinstitutionen, die sich besonders intensiv mit der Integration von Migrantenkindern beschäftigen

Die Veranstaltung findet im Rahmen der 15. Woche der italienischen Sprache in der Welt statt – aber trotzdem in deutscher Sprache, denn wir finden, dass ein so zentrales Thema im heutigen Miteinander der Kulturen nicht nur innerhalb der italienischen Gemeinde, sondern mit allen hier lebenden Beteiligten und Interessierten diskutiert werden muss.